" Wir sind Menschen und willen Menschenrechte!", forderte Kazimiera Bujwidowa, die sich für die Zulassung von Frauen an Universitäten einsetzte. "Lasst uns es wagen, frei zu sein!", ermutigte Maria Dulębianka, die erste polnische Kandidatin für das Parlament. "Wir wollen ein ganzes Leben!", rief junge polnische Schriftstellerin Zofia Nałkowska und forderte Gleichheit nicht nur in politischer, sondern auch in moralischer Hinsicht. "Ohne Geschlechterunterschiede!", postulierte Paulina Kuczalska, die man Päpstin des Feminismus nannte. Diese Frauen kämpften für Rechte in einem Land, das zu der Zeit nicht einmal auf der Karte stand. Ihnen wurde gesagt: Jetzt ist nicht die Zeit, für die Rechte der Frauen zu kämpfen! Aber sie wollten kein unabhängiges Polen ohne freie polnische Frauen. Kämpferinnen, Patriotinnen, Aktivistinnen, Soldatinnen, Suffragetten - es geht um sie und sie sind es, die im Film sprechen. Über ihren langjährigen Kampf für die Frauensache. Sie kämpften so wie sie es während eines Marsches 1911 in Krakau skandierten: "Die Rechte bekommen wir nicht! Eigene Rechte werden im Kampf erworben!"


Projekcje realizowane przy udziale Fundacji Współpracy Polsko - Niemieckiej

10.12.2019 - Jena - Kino am Markt

09.12.2019 - Chemnitz - Kino Weltecho

08.12.2019 - Stuttgart

05.12.2019 - Heidelberg, Neue Universität  

04.12.2019 - Germersheim, Johannes Gutenberg-Universität

03.12.2019 - Darmstadt - Programmkino Rex

02.12.2019 - Mainz - Mainzer Polonicum

"Frauen der ersten Stunde" (auf Polnisch: Siłaczki / Starke Frauen) Ein Doku-Spielfilm zu 100 Jahren Frauenrechte in Polen OmU in Übersetzung von Maria Gast-Ciechomska "Frauen der ersten Stunde" ist der erste polnische Film über die sog. Siłaczki (starke Frauen), polnische Suffragetten, die um die Jahrhundertwende 19/ 20. Jahrhundert für die Rechte der Frauen gekämpft haben und dies in einem Land, das zu dieser Zeit nicht einmal auf der Landkarte Europas existierte. Kämpferinnen, Patriotinnen, Aktivistinnen, Soldatinnen, Suffragetten - im Film sprechen sie über ihren langjährigen Kampf für die Frauensache. Die von ihnen skandierte Parole „Rechte bekommt man nicht, um Rechte wird gekämpft“ kennzeichnet diesen Kampf. Sie alle waren richtige polnische Patriotinnen, auch sie wollten ein unabhängiges Polen, ein Land aber, das mit aktivem Zutun der freien polnischen Frauen und selbstverständlich auch für sie wiederauferstehen wird. Das, woran man damals kaum glauben konnte, ist dennoch wahr geworden! Im November 1918 ist das unabhängige Polen wiederauferstanden und die Frauen haben ihre Rechte erhalten. Eine Erfolgsgeschichte! Hinter dem Film steht das Regie-Duo Marta Dzido und Piotr Śliwowski, Autoren der preisgekrönten Dokumentation über die Heldinnen der Solidarność Solidarität nach Frauen (auf Polnisch: Solidarność według kobiet). Dank der tatkräftiger Unterstützung und aktiver Mitarbeit vieler Personen und Persönlichkeiten in Deutschland wird im Dezember 2019 eine Reihe von sechs Filmvorführungen in akademischen Zentren Deutschlands organisiert, begleitet von einem Vortrag der Filmemacher zu den historischen und sozialen Hintergründen des Filmgeschehens sowie Debatten über unsere gemeinsame, deutsche, polnische und deutsch-polnische Geschichte und ebenfalls gemeinsame Aufgabe, dieses Erbe weiter zu pflegen.